3 Minuten

Dienstag, 4. Juli 2006

leidenbeschaffende Begierde

wände starren verharren im jetzt was endlos scheint zeit tropft zäh von der zimmerdecke
finde keinen schlaf weil ich ihn nicht suche wozu aufwachen wenn doch die zeit mich wieder erwartet von der ich nichts zu erwarten habe und wände schauen mein einziges begehren ist

Montag, 19. Juni 2006

hohes c

Wieso sich selbst verlieren und sein glück vergeben vergeben alles vergeben warum nicht behalten für sich? Es fehlt einem nichts die sehnsucht zerfrisst macht schrauben locker und ist ein tassenverstecker die im regal fehlen ohne dass man es merkt bis einem der der sie verschwinden lies erzählt dass er sie genommen gewonnen zeronnen am boden gewastete time bis man wieder gewinnt was einem doch nicht gehört was einen zerstörrt im nächsten moment man sich wieder verrennt in träumen verliert wenn man sich wiedergefunden ungebunden die welt erträgt taucht aus dem erfüllten nichts wieder etwas auf was einen quält verzückt verrückt und einen glauben lässt dass es sich allein dafür lohnt zu leben vergeben vergeben alles vergeben sich selbst dem anderen dem glück der schuld der ungeduld die einem im nacken sitzt die gedanken kreisen lässt und einen wahnsinnig macht macht dass macht über sich selbst flöten geht wieso spielt sie nicht lieber klavier oder trompete flöten gehende macht nervt macht alles kaputt zu schutt was vorher schon zerbrechlich und tausendfach geklebt war.

Mittwoch, 24. Mai 2006

13-5

verträumt besessen vergessen sich selbst doch wo bin ich gestern noch gewesen hier und heute kann ich mich nicht wiederfinden mitgereist. vereist blieb nur der körper hier. die gedanken fliegen quer durchs land um ein ziel zu suchen welches keines ist. so n mist.

Donnerstag, 8. Dezember 2005

3 Minuten-Übungen

Träume

fernes Land, hohes Tor, ihr nicht greifbaren Bilder. Die Zeit ist auf Speed, rückspulbar und fliegt mit Schallgeschwindigkeit, zieht Bilder auseinander, verschwimmen zu neuen Ufern, auf in andere Welten. Den Verstand wunderts nicht, geht mit und staunt. Beim Aufwachen ist alles noch da, Bruchteile von Sekunden die Sprache ist nicht dafür gemacht zu fassen, zuviel, alles verlangsamt sich, hinkt hinterher die Bilder werden dünner, wie gealterte Seifenblasen und zerplatzen sind wie sie dennoch wirklich gewesen, schillernt und bunt, zauberhaft in ihrer Flüchtigkeit geschaffen diese Welt zu ertragen

ohne Titel

In mich gehen, suchen, finden, wandeln, verlieren und doch gewiß sein wiederzusuchen versuchen, Versuchung des Lebens, Versuchungen leben machen, schauen, riechen, schmecken, hören immerzu verbunden mit mir
nur die Hälfte mitkriegen, fehlerhaft sein und doch vollkommen so wie es sein muss, offen für vieles auch für das Verschlossene.

über die Kunst- oder mein (wichtigster) Sinn

sehen Farben erkennen Formen Schwünge Linien Muster ordnen auflösen Inneres bewußt machen Bilder fragen Zusammenhänge erkennen Symbole deuten versinken trinken. Nicht alles lasse ich rein doch immer raus um neu aufzunehmen. Nicht alles was ich rein lasse ist nicht von mir. Fremde Bilder interessieren mich nicht doch braucht mir nichts fremd bleiben lasse mich berühren schneiden befruchten bewegen... habe Lust zu verstehen und freue mich wenn mir ein Verstehen gelingt.

- Von allen Sinnen - unter 18?- Weg hier!

Meine Augen fliessen über vor deinem sanften Blick.Meine Nase schließt sie mir, um ganz in deinem Duft zu sein, dein strömendes Haar, deine dampfende Haut machen mich schwach, entspannt und füllen mich bis an die Zehen mit Wohlgeruch, Wohlsein und Wärme.
meine Lippen finden kalte Haut, die deine Schultern bedeckt- ich küsse sie heiß und beiße deinen Hals, schmecke dein Salz und deine Erde. deine Brust will meine Zungenspitze necken und deinen warmen Bauch belecken, deinen Schoß öffnen für Wärme und feuchte Dunkelheit.
mein fester Griff der Hand läßt dich in meinen Armen zu Milch und Butter werden, wir schmelzen fließend zusammen zu einem süßen Teig. oben und unten ist eins und einerlei.
Laute: tief, entrückt und echt dringen aus deinem Innern, durch deine Kehle, ausgehaucht über deinen schönen Mund als schwingender Atem durch mein Ohr, in mich hinein zu meinem Schwingen und Innersten.
so kann Seele am schönsten zu Seele kommen.

mach`s gut,

und danke für den Fisch

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